Lymphdrainage

Die Lymphdrainage ist eine besondere Form der Massage. Es ist eine sanfte, dem Rhythmus der Lymphe angepasste Entstauungsmassage.
Der Lymphfluss wird dabei gefördert und gleichzeitig die Neubildung von Lymphgefäßen angeregt.Ist der Lymphfluss gestört, kommt es zu einem Lymphstau - meist in Armen oder Beinen ("Wasser in den Beinen").

Krankheiten, Unfälle, größere Verletzungen, Operationen - all das kann das Lymphsystem so stark beanspruchen, dass es seine ableitende Funktion nicht mehr erfüllen kann.

Wie das Blutgefäßsystem durchzieht auch das Lymphsystem unseren ganzen Körper. Das Lymphsystem besteht aus Lymphgefäßen und aus lymphatischen Organen wie den Lymphknoten, Milz, Mandeln und Thymus. Das Lymphgefäßsystem stellt ein dem Venensystem parallel geschaltetes Drainagesystem dar. Leider steht für den Lymphtransport keine Pumpe zur Verfügung. Die Lymphe ist eine wasserklare Flüssigkeit.

Der Mensch besitzt zwischen 600 - 700 Lymphknoten, das entspricht einer Gesamtmasse von etwa 100g. Lymphknoten haben eine Länge zwischen 2 und 30 mm und werden meist als bohnen- oder nierenförmig beschrieben. Die Lymphknoten sind den Lymphgefäßen zwischengeschaltet und kommen in Gruppen oder als Knotenketten entlang der Blutgefäße vor.

Da sie meist in Fettgewebe eingebettet sind, können sie in der Regel nicht ertastet werden. Schmerzhafte, vergrößerte und tastbare Lymphknoten sind stets verdächtig. Oft ist nur ein Entzündungsprozess Ursache der Vergrößerung, u.U. ist es aber auch ein Hinweis auf eine bösartige Erkrankung.

Durch entstauende Bewegungsübungen kommt es sofort zu einem deutlichen Anstieg des Lymphzeitvolumens. Bewegung bewirkt eine Steigerung der Lymphbildung und des Lymphflusses. Von großer Bedeutung ist hierbei die Bewegung der regionalen Skelettmuskulatur, da hierdurch ein entsprechender Druckanstieg bewirkt wird, der sich auf die Gefäßwand durch die bindegewebige Verankerung überträgt.

Durch aktives Rauf- und Runterbewegen im Sprunggelenk ("Muskelpumpe") werden durch die arbeitende Skelettmuskulatur Venen und Lymphgefäße zusammengedrückt, wobei der Fluss nach Zentralwärts durch die Klappen garantiert wird. Aber auch rein passive Bewegungen, z.B. bei gelähmten Patienten ausgeführt, unterstützen den venösen und lymphatischen Rücktransport.

Die Drainagewirkung der Atemtherapie beruht auf der Zwerchfellatmung. Während der Einatmung kommt es zu einer Erweiterung der Venen im Thorax und damit zu einer Sogwirkung. Diese Druckveränderungen unterstützen den lymphatischen Rücktransport.

Durch die sanft ausgeführte Massagetechnik wird die Therapie als sehr angenehm empfunden.

Die Lymphdrainage wird vom Arzt verordnet.

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