Fangopackung

Die Fangotherapie zählt zu den bewährtesten Kuranwendungen und kann auf eine lange Tradition zurückblicken.
Eine Wärmebehandlung mit Fangoschlamm wird meist mit Massagen und/oder Bewegungstherapie kombiniert, um einen maximalen Heilerfolg zu gewährleisten. Die Fangotherapie fördert die Durchblutung, regt den Stoffwechsel an, lindert Muskel- und Gelenksschmerzen und wirkt stärkend auf das Immunsystem.

Für die Behandlung wird die feste, kalte Fangomasse in speziellen Öfen auf 60 bis 70 Grad erhitzt, mit Feuchtigkeit versetzt und meist bei einer Temperatur von 50 Grad Celsius auf den Körper aufgetragen. Für die Fangopackung wird der Schlamm auf eine Dicke von ca. 2 cm ausgebreitet, in Plastikfolien, Leintücher oder Wolldecken gehüllt und auf die betreffenden Körperpartien gelegt. Anschließend wird der Körper zur optimalen Wärmespeicherung in Folie, Leinentücher oder Wolldecken eingehüllt.

Die Anwendungsdauer solch einer Behandlung liegt zwischen 20 und 40 Minuten, wobei die Wärme des Fangos in das tief liegende Gewebe eindringen kann und dieses somit lang anhaltend und wirkungsvoll erwärmt. Dadurch kommt es zu einer verbesserten Durchblutung,  das Gewebe wird besser  mit Nährstoffen versorgt, verhärtete Muskeln entspannen sich. Erkranktes Gewebe kann aufgrund des beschleunigten Blutkreislaufs schneller von Abwehrzellen erreicht und das Immunsystem gestärkt werden.

Anwendungsgebiete

  • rheumatische Beschwerden
  • Muskelverspannungen (besonders im Rücken)
  • chronische Erkrankungen der Harnwege
  • Erkrankungen des Bewegungsapparates (z.B. Lumbalgien, HWS-Syndrom, Osteoporose, Arthrosen etc.)
  • Leber- und Gallenleiden
  • Ischiasbeschwerden
  • Neuralgien
  • Atemwegserkrankungen
  • gynäkologische Beschwerden
  • Neurodermitis

Heißluftbehandlung

Bei der Heißluftbehandlung werden die schmerzhaften Körperbereiche  überwiegend  mit Rotlicht bestrahlt und dadurch angenehm erwärmt und entspannt. Die Wirkungen sind ähnlich Fangopackung, allerdings werden nicht so eine intensive Tiefenerwärmung und keine chemische Wirkung erreicht.

Heißluftbehandlung  wird als vorbereitende Anwendung für andere Therapieformen, z.B. für die Massage genutzt.

Elektrotherapie und Elektrostimulation

In der Elektrotherapie kommen nieder- und mittelfrequente Stromformenn zum Einsatz. Ihr Ziel ist es, die Durchblutung zu fördern, Entzündungen zu hemmen, akute oder chronische Schmerzen zu lindern oder Muskeln zu aktiviveren.

Besondere Stromformen haben entzündungshemmende und resorptionsfördernde Wirkung und vermögen darüber hinaus, Muskeln zu kräftigen und gezielt zur Kontraktion zu bringen.

Elektrotherapie wird von Ärzten verordnet.

Transkutane elektrische Nervenstimulation (TENS)

Die Transkutane Elektrische Nervenstimulation (TENS) ist eine elektromedizinische Reizstromtherapie, die vor allem zur Behandlung von Schmerzen  und zur Muskelstimulation eingesetzt wird.

Über Elektroden werden die elektrischen Impulse auf die Hautoberfläche übertragen. Gewöhnlich werden Frequenzen zwischen 1 und 100 Hz verwendet. Die Elektroden werden dabei in der Nähe der schmerzenden Stellen platziert. Der Reiz selbst ist nicht schmerzhaft. Allenfalls ist ein Kribbeln auf der Haut zu spüren.

Ziel dieser Therapie ist es,  der Schmerzleitung dienende, sensible Nervenbahnen so zu beeinflussen, dass die Schmerzweiterleitung zum Gehirn verringert oder verhindert wird. Die Schmerzschwelle soll durch die TENS heraufgesetzt werden.

In Deutschland ist die TENS-Therapie bei einigen Schmerzformen eine anerkannte Kassenleistung.
Die Kosten für die Miete eines Therapiegeräts und in Einzelfällen auch für die Anschaffung werden von der Krankenkasse erstattet.

Stangerbad

Das Stangerbad (auch Hydroelektrisches Vollbad bzw. Hydroelektrisches Dreiviertelbad) gehört zu den Elektrotherapien.
Der Patient sitzt in einer mit Wasser gefüllten Badewanne und wird von konstantem Gleichstrom (Galvanismus) durchflutet. Es handelt sich um eine Kombination aus einer elektrophysiologischen Anwendung mit einem Wärmereiz.

Das Stangerbad wird von Ärzten verschrieben.

Wirkung - schmerzdämpfend und durchblutungsfördernd

Bei einer Durchflutung mit Gleichstrom wird die Durchblutung in der Haut um 500 %, in tiefer gelegenen Muskeln noch bis zu 300 % erhöht. Die oberflächliche Durchblutungssteigerung wird zusätzlich durch den Wärmereiz des Badewassers begünstigt. Durch die gesteigerte Durchblutung wird der Stoffwechsel der Zellen verbessert. Die beruhigende Wirkung der Anode auf die Erregbarkeit der Nerven führt zu einer Schmerzdämpfung und Muskeltonussenkung. Die Kathode bewirkt durch ihre Steigerung der Erregbarkeit der Nerven eine Erhöhung des Muskeltonus und erreicht, bezogen auf die Wirkung der Anode, eine stärkere Mehrdurchblutung des Gewebes.

Anwendungsgebiete

  • Spastiken und Paresen
  • peripher-arterielle Durchblutungsstörungen
  • Rheuma
  • Ischiasbeschwerden
  • Morbus Bechterew
  • Spondylarthrosen
  • Adnexitis (Entzündungen von Eierstock und Eileiter) sowie Menstruationsbeschwerden
  • Fibromyalgie

Kältetherapie

Unter der Kältetherapie (Kryotherapie) versteht man eine Behandlungsform, bei der durch das Auflegen von Kühlkompressen, kalten Tüchern, Alkohol,  Quarkpackungen der betroffenen Körperregion Wärme entzogen wird.

Bei akuten Verletzungen wie Zerrungen oder Prellungen hat die Kältebehandlung eine schmerzlindernde und abschwellende Wirkung.  Auch bei  Sehnenscheiden- oder Schleimbeutelentzündungen  führt die Kältebehandlung zu einer deutlichen Verbesserung der Beschwerden.

Ebenso kann bei der Behandlung entzündlicher Gelenke aufgrund rheumatischer Erkrankungen je nach akutem Krankheitsbild eine Kältebehandlung angezeigt sein.

Kurzzeitanwendung mit Eis bewirkt eine Stimulation von Muskelaktivität (Muskulatur) und wird zur unterstützenden Behandlung von Lähmungserscheinungen angewendet.

AKTUELL

Gesundheits- und Therapiezentrum
St. Florian

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