Elektrotherapie und Elektrostimulation

In der Elektrotherapie kommen nieder- und mittelfrequente Stromformenn zum Einsatz. Ihr Ziel ist es, die Durchblutung zu fördern, Entzündungen zu hemmen, akute oder chronische Schmerzen zu lindern oder Muskeln zu aktiviveren.

Besondere Stromformen haben entzündungshemmende und resorptionsfördernde Wirkung und vermögen darüber hinaus, Muskeln zu kräftigen und gezielt zur Kontraktion zu bringen.

Elektrotherapie wird von Ärzten verordnet.

Transkutane elektrische Nervenstimulation (TENS)

Die Transkutane Elektrische Nervenstimulation (TENS) ist eine elektromedizinische Reizstromtherapie, die vor allem zur Behandlung von Schmerzen  und zur Muskelstimulation eingesetzt wird.

Über Elektroden werden die elektrischen Impulse auf die Hautoberfläche übertragen. Gewöhnlich werden Frequenzen zwischen 1 und 100 Hz verwendet. Die Elektroden werden dabei in der Nähe der schmerzenden Stellen platziert. Der Reiz selbst ist nicht schmerzhaft. Allenfalls ist ein Kribbeln auf der Haut zu spüren.

Ziel dieser Therapie ist es,  der Schmerzleitung dienende, sensible Nervenbahnen so zu beeinflussen, dass die Schmerzweiterleitung zum Gehirn verringert oder verhindert wird. Die Schmerzschwelle soll durch die TENS heraufgesetzt werden.

In Deutschland ist die TENS-Therapie bei einigen Schmerzformen eine anerkannte Kassenleistung.
Die Kosten für die Miete eines Therapiegeräts und in Einzelfällen auch für die Anschaffung werden von der Krankenkasse erstattet.

Stangerbad

Das Stangerbad (auch Hydroelektrisches Vollbad bzw. Hydroelektrisches Dreiviertelbad) gehört zu den Elektrotherapien.
Der Patient sitzt in einer mit Wasser gefüllten Badewanne und wird von konstantem Gleichstrom (Galvanismus) durchflutet. Es handelt sich um eine Kombination aus einer elektrophysiologischen Anwendung mit einem Wärmereiz.

Das Stangerbad wird von Ärzten verschrieben.

Wirkung - schmerzdämpfend und durchblutungsfördernd

Bei einer Durchflutung mit Gleichstrom wird die Durchblutung in der Haut um 500 %, in tiefer gelegenen Muskeln noch bis zu 300 % erhöht. Die oberflächliche Durchblutungssteigerung wird zusätzlich durch den Wärmereiz des Badewassers begünstigt. Durch die gesteigerte Durchblutung wird der Stoffwechsel der Zellen verbessert. Die beruhigende Wirkung der Anode auf die Erregbarkeit der Nerven führt zu einer Schmerzdämpfung und Muskeltonussenkung. Die Kathode bewirkt durch ihre Steigerung der Erregbarkeit der Nerven eine Erhöhung des Muskeltonus und erreicht, bezogen auf die Wirkung der Anode, eine stärkere Mehrdurchblutung des Gewebes.

Anwendungsgebiete

  • Spastiken und Paresen
  • peripher-arterielle Durchblutungsstörungen
  • Rheuma
  • Ischiasbeschwerden
  • Morbus Bechterew
  • Spondylarthrosen
  • Adnexitis (Entzündungen von Eierstock und Eileiter) sowie Menstruationsbeschwerden
  • Fibromyalgie
AKTUELL

Gesundheits- und Therapiezentrum
St. Florian

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